Der unermüdliche Kampf für Frauenrechte und Demokratie ist Thema eines eindringlichen Vortrags am 14. Mai in der Oldenburger Kulturetage. Im Kreativlabor spricht Lydia Struck – sie ist Urgroßnichte von SPD-Politikerin Marie Juchacz (1879-1956). Ihr unermüdlicher Widerstand gegen den Nationalsozialismus ist aktuell wie lange zuvor nicht.
„Die Frauen […] wollen keinen Bürgerkrieg, die Frauen wollen keinen Völkerkrieg, die Frauen wollen keine Verschärfung der Wirtschaftsnot durch innen- und außenpolitische Abenteuer. […] Die Frauen müssen bei dieser Wahl, die für das Schicksal des deutschen Volkes entscheidend sein kann, auf viele Jahre hinaus, den Kampf annehmen, für Frieden und Freiheit, für Frauenrecht und Frauenwürde, gegen den Todfeind: den Faschismus“, so Marie Juchacz in ihrer letzten Reichstagsrede am 26. Februar 1932.
Kein Jahrhundert später sind die Themen ähnlich bedrückend. Daher hat die AWO Weser-Ems nun erneut Lydia Struck zu einem Vortrag gebeten. Sie wird über Verfolgung und Widerstand der AWO-Gründerin berichten, dabei spannende Einblicke in das bewegte Leben von Marie Juchacz geben.
Struck fuhr 2023 auf über 5000 km im Rahmen ihrer Forschungsreise „Marie Juchacz – Auf der Route des Exils – Sur la route de l’exil“ entlang der Exilstationen in Deutschland und Frankreich. Die Veranstaltung wird möglich gemacht durch das Programm „100 Köpfe der Demokratie“ der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus sowie der Regionalen Arbeitsgruppe Weser-Ems von „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“ (GV-FD) in Berlin.
Zur besseren Planung wird aufgrund begrenzter Platzkapazitäten um Anmeldung gebeten.