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19.03.2025

Das Runde kommt ins Eckige: AWO baut in Aurich neu

Rundum versorgt im Kreis der Gemeinschaft: Das ist keine hohle Phrase, sondern wortwörtlich das, was die AWO Weser-Ems schon bald zwischen Popenser und Marie-Juchacz-Straße in Aurich umsetzen wird. Auf dem dreieckig anmutenden Grundstück unweit des eigenen Altenwohnzentrums entsteht voraussichtlich bis 2027 ein Rundbau, der in der Region nicht nur optisch Maßstäbe setzen wird.

Bereits vor vier Jahren wurden erste Konzepte für einen modernen, gleichsam außergewöhnlichen Bau in Aurich erstellt – schließlich ist die bisherige Einrichtung zwar zweckmäßig aufgestellt und nach mehr als einem halben Jahrhundert vor Ort auch ein echtes Urgestein in Popens, entspricht allein aufgrund Ihres Alters dann aber kaum mehr heutigen Ansprüchen. „Vor vielen Jahrzehnten waren die Anforderungen an ein Altenheim sicherlich ganz anders gelagert“, so Thomas Elsner (Vorstandsvorsitzender der AWO Weser-Ems), „aber nicht nur aufgrund demographischer Aspekte und der fortwährenden Anforderungen in der Pflege, sondern auch wegen der ganz individuellen Erwartungshaltung gehen wir mit der Zeit und setzen Stück für Stück unsere Pläne um“.

Für Aurich bedeutet dies unter anderem: Weg vom Doppel-, hin zum großzügigen Einzelzimmer. Derer rund 100 mit einer Größe von jeweils 25 Quadratmetern inklusive barrierefreiem Duschbad sind im dreigeschossigen Rundbau integriert. Ebenso gibt es einen lichtdurchfluteten quadratischen Innenhof, einen „Raum der Sinne“, einladende Gemeinschaftsflächen in allen Geschossen und ein Außengelände für eine Vielzahl von Aktivitäten und Entspannungsmöglichkeiten im sicheren Umfeld. „Unter dem rein pflegerischen Aspekt bringt dieses Gebäude viele Vorteile mit sich“, so Susanne Ohlf – seit 2023 Einrichtungsleiterin im Hermann-Bontjer-Haus und künftig dann im Neubau, „unter anderem ermöglicht die Geometrie des Hauses einerseits kurze Wege für eine ökonomischere Arbeitsorganisation, andererseits können sich demenziell erkrankte Bewohner*innen mit Hinlauftendenzen hier auch frei bewegen. Durch die harmonische Ausgestaltung und das synergetische Miteinander im dann neuen Betrieb werden hier aber auch ganz bestimmt besondere Gemeinschaftsgefühle bei allen Beteiligten freigesetzt werden“.

Ökonomische Fortschritte auf der einen, ökologische auf der anderen Seite: Ganz im Sinne der strengen selbst auferlegten AWO Nachhaltigkeitsziele bei Neubauten, entsteht in Popens ein KfW-40-Energieeffizienzgebäude, in dem Wärmepumpen mit Geothermie und Photovoltaik eingesetzt werden. „Wir haben die notwendigen Finanzierungs- und Refinanzierungszusagen zum Bau vorliegen, der Bauantrag wird zeitnah erfolgen. Sprich: Wir versuchen noch in diesem Jahr den Grundstein für unser 5000 Quadratmeter großes Gebäude zu legen“, sagt Christoph Fehringer, kaufmännischer Vorstand der AWO Weser-Ems.

 „Mit diesem innovativen Gebäude in Aurich schaffen wir nicht zuletzt dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Stadt und Landkreis neue Möglichkeiten zur konzeptionellen fachlichen Weiterentwicklung unter dem Aspekt des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs“, sagt Thomas Elsner und verweist damit auch auf hier eingeplante neue Pflegeausbildungsräume für Auszubildende, weitere Optionen zur Arbeitsorganisation oder auch eine moderne Ausgestaltung von Räumlichkeiten und Angeboten für Mitarbeitende. „Ich bin bester Dinge, dass dieses auf dem Papier allemal herausragende Gebäude in gut zwei Jahren auch in der Region - bei aktuellen und künftigen Bewohner*innen wie Mitarbeitenden, Angehörigen und in der Nachbarschaft – für viel Beachtung sorgen wird.“

Am 19.03.2025 wurden die Mitarbeitenden des Hermann-Bontjer-Hauses über die weitere Planung informiert. „Ich bin sehr glücklich, dass wir in nun absehbarer Zeit allen Beteiligten ein Mehr an Qualität und Möglichkeiten bieten können – das motiviert zusätzlich, die bestmögliche Bewohnerversorgung in Einklang mit der Wirtschaftlichkeit zu bringen um der Einrichtung eine sichere Zukunftsperspektive zu ermöglichen“, so Ohlf. Derzeit werden verschiedene Optionen für eine mögliche Weiternutzung des Bestandsgebäudes, aber auch für das nähere Umfeld eruiert.

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Kontakt

Marc Geschonke
Referent Kommunikation